Ratgeber

Brutzeit bei Hühnern

Vom eingelegten Ei bis zum geschlüpften Küken vergehen genau 21 Tage. Wir zeigen dir den Ablauf der Hühnerbrut – ob unter der Glucke oder im Brutautomaten.

Inhalt

Die eigene Brut ist einer der schönsten Momente in der Hühnerhaltung. Damit aus befruchteten Bruteiern gesunde Küken werden, müssen Temperatur, Luftfeuchte und Timing stimmen. Die gute Nachricht: Die Natur gibt einen klaren Fahrplan vor.

Wie lange dauert die Brutzeit bei Hühnern?

Die Brutzeit bei Hühnern beträgt 21 Tage. Dieser Wert gilt für nahezu alle Rassen. Je nach Bruttemperatur und Rasse können die Küken einen Tag früher (ab Tag 20) oder einen Tag später (bis Tag 22) schlüpfen.

Merksatz Ei einlegen + 21 Tage = Schlupftermin. Notiere dir das Einlegedatum genau – ab Tag 18 beginnt die heiße Phase.

Ablauf der Brut Tag für Tag

TagWas passiert
1Bruteier einlegen, Brüter auf Temperatur
2–6Embryo bildet sich, erste Blutgefäße
7Schieren: befruchtete Eier zeigen ein Adernetz
8–17Küken wächst, regelmäßig wenden
18Letztes Schieren, Wenden einstellen, Luftfeuchte erhöhen
19–20Küken dreht sich in Schlupflage, „pippt" die Schale an
21Schlupf
Tipp: Brutkalender in der App In Hofkluck legst du das Einlegedatum ein und die App berechnet automatisch Schiertage, das Ende des Wendens (Tag 18) und den Schlupftermin – inklusive Erinnerung. So verpasst du keinen wichtigen Schritt.

Temperatur & Luftfeuchte

Bei der Kunstbrut im Brutautomaten gelten diese Richtwerte:

Eine zu hohe Temperatur lässt die Küken zu früh und schwach schlüpfen, eine zu niedrige verzögert den Schlupf. Konstanz ist wichtiger als der exakte Wert auf die Nachkommastelle.

Naturbrut vs. Kunstbrut

Naturbrut: Eine glucke (brutwillige Henne) übernimmt Temperatur, Wenden und Luftfeuchte von selbst und führt die Küken später. Besonders zuverlässige Glucken sind z. B. Seidenhühner und Cochin. Du brauchst keine Technik, bist aber auf eine brütende Henne angewiesen.

Kunstbrut: Ein Brutautomat erlaubt planbare Bruten unabhängig von einer Glucke und größere Mengen. Dafür musst du Temperatur, Feuchte und Wenden selbst überwachen.

Der Schlupf

Ab Tag 20 hörst du oft schon leises Piepsen. Der Schlupf selbst kann sich über viele Stunden ziehen – greife nicht helfend ein, das überfordert die Küken meist. Lass frisch geschlüpfte Küken im warmen Brüter abtrocknen, bevor du sie in die Aufzuchtbox umsetzt. Dort brauchen sie eine Wärmequelle (ca. 35 °C in der ersten Woche, danach wöchentlich um etwa 2–3 °C reduzieren).

Nie wieder den Schlupftermin verpassen

Der Brutkalender in Hofkluck rechnet automatisch und erinnert dich an jeden wichtigen Bruttag.

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Du suchst noch passende Bruteier oder eine gute Bruthenne? Welche Rassen sich als Glucke eignen, liest du im Ratgeber Hühnerrassen im Überblick.

Häufige Fragen zur Brutzeit

Wie lange brüten Hühner?
Die Brutzeit dauert 21 Tage – von Tag 20 bis Tag 22 ist der Schlupf normal.
Wie erkenne ich befruchtete Bruteier?
Beim Schieren (Durchleuchten) ab Tag 7 zeigt ein befruchtetes Ei ein feines Adernetz und einen dunklen Punkt. Unbefruchtete Eier bleiben klar.
Wie oft muss ich Bruteier wenden?
Mehrmals täglich (mindestens 3–5 Mal) bis zum 18. Tag. Ab Tag 18 nicht mehr wenden.
Können Hühner ohne Hahn brüten?
Eine Henne kann brüten, aber nur befruchtete Eier (also Eier von einer Henne mit Hahn) entwickeln Küken.